Als Insemination wird das direkte Einbringen von Samenzellen eines Spenders in den Genitaltrakt der Frau bezeichnet. Erfolgt die Übertragung nicht mit Samen des Ehemanns oder Lebenspartners, sondern mit Fremdsamen, spricht man von donogener oder heterologer Insemination. Diese Form der Behandlung durch Ärzte darf  bislang nur bei verheirateten Frauen durchgeführt werden.
Alleinstehenden oder homosexuellen Frauen wird dieser Weg offiziell dagegen verwehrt. Ein Beschluss der deutschen Ärztekammer spricht im Zusammenhang von lesbischer Insemination von „Sittenwidrigkeit“. Zudem fürchten ÄrztInnen, die Inseminationen durchführen, zu Unterhaltszahlungen verklagt zu werden, da sie als ErzeugerInnen gelten könnten. Auch auf den meisten Homepages von Samenbanken wird explizit erwähnt, dass lesbische Paare nicht behandelt werden. Dennoch sollten sich Lesben mit Kinderwunsch davon nicht entmutigen lassen. Es gibt auch in Deutschland einige wenige Praxen für Reproduktionsmedizin, die lesbische Paare behandeln. Daher sollte man sich über diese Meldungen erstmal hinwegsetzen und die Praxen und Samenbänke direkt ansprechen oder anschreiben. Eine Auswahl findet sich im Internet unter www.donogene-insemination.de. Die Kosten für die Behandlung können als Krankheitskosten im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen (§ 33 EStG ) berücksichtigt werden.
In einer aktuellen Entscheidung hat der Bundesfinanzhof die steuerliche Berücksichtigung einer heterologen Befruchtung auch bei einer (unfruchtbaren) Frau anerkannt, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit einer anderen Frau lebt. Das Gericht begründet dies damit, dass die Sterilität einer Frau in fester Partnerschaft- unabhängig davon, ob eine homologe oder heterologe Befruchtung erfolgt und ohne Rücksicht auf den Familienstand- auf eine Krankheit (Kinderlosigkeit)zurückzuführen ist und entsprechende Aufwendungen zur Behandlung daher als außergewöhnliche Belastung abziehbar sind.
Der Einwand, eine heterologe Befruchtung bei Frauen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, verstoße gegen Richtlinien der ärztlichen Berufsordnung, hat das Gericht zurückgewiesen, da es ein entsprechendes Verbot nicht mehr gibt. (siehe Mandanteninformation März 2018)

Samenbänke aus dem Ausland wie in Dänemark beispielsweise www.storkklinik.dk oder Cryos gehen vergleichsweise unkompliziert mit lesbischen Paaren um. Hier ist eine Insemination sowohl mit Samen anonymer Spender als auch bekannter Spender möglich. Zugleich kann Samen inzwischen auch direkt nach Hause zur Selbstinsemination geliefert werden.

In Deutschland wird das Thema der anonymen Samenspende von einem aktuellen Urteil des Bundesverfassungsgerichts überschattet, bei dem ein Samenspenderkind das Recht erstritten hat, die Identität ihres Spenders zu erfahren. Das wird wohl dazu führen, dass anonyme Spenden künftig kaum noch möglich sein werden.

Jede Samenbank geht dabei unterschiedlich mit der Vergabe von Samen um. Manche stellen eine Auswahl an Samenprofilen zur Verfügung, andere ordnen selbst den Spender den Frauen zu, die in einem Anmeldeprofil Angaben zu sich und ihrer Person machen kann, wenn sie möchte.

Neben der Insemination über eine Reproduktionspraxis bleibt es lesbischen Paaren vorbehalten, eine solche Samenübertragung mit Hilfe eines bekannten Spenders privat durchzuführen. Bei der so genannten „Bechermethode“ wird der frische Samen des Spenders via Einwegspritze eingeführt. Jede Frau, die sich auf diesem Weg den Kinderwunsch erfüllen will, kann dies straffrei und gefahrlos tun, ebenso ist das Spermaspenden zu diesem Zweck nicht strafbar. Jede Person, die einer unverheirateten Frau beim Vorgang der Insemination als solchem hilft, macht sich offiziell aber genauso strafbar, wie es bei einem Arzt der Fall ist. In wenigen Praxen ist es dennoch auch möglich, das Sperma des bekannten Spenders einlagern zu lassen, und die Insemination dort durchführen zu lassen.